Neue Wohnung, neuer Anschluss – Internet & Telefon über Kabel oder DSL?

Wer kennt das nicht? Neue Wohnung, neues Büro. Jetzt braucht man noch einen neuen Internetanschluss. Der Markt bietet seit einigen Jahren zwei verschiedene Möglichkeiten. Der klassische Internetanschluss läuft über Telefonleitungen als „Digital Subscriber Line“, kurz DSL. Die Alternative hierzu ist der Zugang ins Netz via Kabelanschluss. Dies wurde möglich, weil der Verbraucher über moderne Kabelanschlüsse nicht nur Daten empfangen sondern seit Einführung von Rückkanälen auch senden kann. Aber wofür soll man sich entscheiden? Internet via DSL oder Kabel?

Welche Anforderungen stellt man an den Internetanschluss.

Das wichtigste Kriterium, für welchen Anbieter man sich letztendlich entscheidet, ist die regionale Verfügbarkeit der Bandbreiten. Angebote von regionalen Kabelanbietern wie beispielsweise der  Primacom aus Leipzig sind nur in Teilen Deutschlands verfügbar. Um herauszufinden, ob ein Anbieter infrage kommt, muss man einfach nur die Verfügbarkeitsprüfung für seine Adresse auf der Internetseite des jeweiligen Providers durchführen. Es gibt auch noch eine analoge Möglichkeit: Einfach mal bei den neuen Nachbarn fragen, welche Anschlüsse diese verwenden, ob die angebotene Bandbreite tatsächlich zur Verfügung steht und wie der Service des Providers aussieht.

Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, welche Anforderungen man an den Internetanschluss stellt. Wer viel spielt, Videos oder Filme sieht braucht einen schnellen Anschluss. Viele Provider haben komplette Pakete im Angebot – Internet, Telefon und Fernsehen, sogenannte „Triple Play“-Angebote

VDSL2, in Deutschland umgangssprachlich auch als „VDSL“ genannt, ist der Nachfolger von „DSL“. Mit VDSL2 ist theoretisch eine Gesamtbandbreite von 100 MBit/s möglich. Mehr Bandbreite gibt es bei Provider von Kabel-TV-Internetanschlüssen, hier stehen theoretisch bis zu 128 Mbit/s zur Verfügung..

Die Entscheidung: VDSL oder Kabel?

Diese Entscheidung allein über den Preis zu treffen ist nur dann sinnvoll, wenn beide Anbieter die gleichen Bandbreiten und den gleichen Leistungsumfang offerieren.

Geschwindigkeiten von 50 MBit/s und mehr klingen richtig gut. Braucht man das, weil z. B. mehrere Leute in der Familie, der Wohngemeinschaft oder im Büro den Anschluss nutzen, macht das auch Sinn. Stellt sich natürlich die Frage, ob sich der höhere Preis dafür lohnt.  Wenn viele Anwender am gleichen Anschluss hängen, ist ein schneller Anschluss mit mehr als 16 MBit/s auf jeden Fall sinnvoll.

Bevor man sich für einen Anbieter mit einer gewissen Bandbreite entscheidet, sollte man sich über die Gebühren,  aber auch über Nutzungsentgelte für die erforderlichen Geräte wie Router oder Receiver informieren. Einige DSL-Provieder sind mittlerweile auch dem aktuellen Trend gefolgt und bieten Fernsehen über VDSL an. Kabelanbieter können in diesem Segment aber immer noch deutlich mehr bieten.

Letztlich durfte entscheidend sein, welche Anschlussmöglichkeiten bei der neuen Wohnung überhaupt vorhanden sind. Wenn man sich dann im Klaren darüber ist, wie genau man seinen Anschluss und welche Dienste man nutzen möchte, kann man nach einem Vergleich der örtlichen Anbieter seine Wahl treffen. Als kleines Fazit: Wer alles nutzen will, Telefon, Internet und vor allem Fernsehen, der dufte derzeit um einen Kabelanschluss nicht herumkommen.