Gastspiel: Gartenpflege im Frühjahr: Vertikutieren, Beschneiden, Düngen & Co.

Jedes Jahr im Frühjahr erwartet die Gartenbauer ein gesteigertes Auftragsaufkommen. Nicht nur auf dem Land, sondern auch in der Stadt freuen sich die Menschen auf dem Sommer. Die Familienfeste im Hausgarten und die Parties im Dachgarten sollen wieder unvergesslich werden. Zuvor muss der Garten allerdings auf Vordermann gebracht werden. Denn sowohl auf festem Boden als auch in schwindelnder Höhe hat der Winter seine Spuren hinterlassen. Besonders wichtige Punkte auf der Agenda sowohl für die Pflege der Dachbegrünung als auch des Nutzgartens sind hierbei die Rasenpflege und das Reinigen des Gartenteichs. Was beachtet werden muss, lest ihr hier:

Rasenpflege

 

Bild: TrendView

 

Für die Dekoration von Osternestern beliebt, aber vom Hobbygärtner gehasst: Moos. Moos im Rasen ist eine der lästigen Plagen, die der Winter in den Garten bringt. Durch Frost und Schnee sammelt sich Staunässe auf der Rasenfläche, die das Wachstum von Moos und Unkraut fördert. Um das Moos im Frühjahr loszuwerden, muss der Rasen vertikutiert werden. Dadurch wird der Moosteppich aus dem Rasen herausgelöst und die Rasenschicht aufgelockert. Durchgeführt wird das Vertikutieren mit einem Vertikutierer, der optisch ein bisschen an einen Rasenmäher erinnert. Die Messer des Geräts schneiden senkrecht in den Boden und das herausgelöste Moos wird in einem Fangsack gesammelt. Es gibt mechanische und elektrische Vertikutierer.

Zusätzlich zum Vertikutieren sollte der Rasen belüftet werden. Hierzu werden kleine Löcher in die Grasfläche gerammt, die mit Sand aufgefüllt werden. So fließt Staunässe schneller ab und die Graswurzeln bekommen Luft. Außerdem behindert eine anschließende Düngung mit Kalk erneutes Mooswachstum, weil dem Boden die Säure genommen wird.

Gartenteich reinigen

 

Bild: TrendView

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Wer einen Teich im Garten hat, wird aus Erfahrung wissen, dass das Wasser nach der dunklen Jahreszeit eher trüb ist. Das liegt an dem Sediment- und Bakterienschlamm, der sich während des Winters bildet und am Grund des Teiches sammelt. Erwacht der Teich im Frühjahr zum Leben, wird dieser Schlamm aufgewirbelt. Doch nicht nur optisch mindert er die Wasserqualität. Der Schlamm entzieht dem Wasser darüber hinaus den für Wasserlebewesen notwendigen Sauerstoff. Gleiches gilt für abgestorbene Algenteile, die sich ebenfalls im Wasser ansammeln. All diese Überreste des Winters müssen mithilfe eines Schlammsaugers oder manuell mit einem Kescher entfernt werden. Für große Teiche empfiehlt es sich, am Wassergrund eine Permanent-Pumpe zu installieren, die den überflüssigen Schlamm fortlaufend entsorgt. Wichtig ist es außerdem, dass die Uferregion von störendem Bewuchs befreit wird. Am Ufer bildet sich der sogenannte Kapillareffekt, der dafür sorgt, dass das Wasser im Teich gehalten wird. Wenn Pflanzenteile über das Ufer wachsen, wird dieser Effekt gestört und der Teich läuft über.

Bei Sonnenstrahlen und warmen Temperaturen macht doch auch die Gartenarbeit Spaß! Also raus mit euch und macht den Garten fit für die nächste Party!